OB Sauerland ist politisch und moralisch untragbar
Sören Link MdL
Viele Parlamentarier enttäuscht von Duisburger Stellungnahme
06.08.2010
Schuld sind nur die anderen – aber nicht die Stadt Duisburg
und schon gar nicht der Oberbürgermeister. Zu diesem einseitigen
Fazit könnte man kommen, wenn man sich auf die Stellungnahme
der Stadt Duisburg für die Sitzung des Innenausschusses im Landtag
NRW vom letzten Mittwoch bezieht. Nachdem sie so spät eingegangen
war, dass sie erst in der Sitzung verteilt werden konnte, blieben
nach dem ersten Lesen der Abgeordneten mehr Fragen offen, als Antworten
gefunden werden konnten: So beschäftigt sich die Duisburger Stellungnahme
beispielsweise überhaupt nicht mit der städtischen Aufsichts-
und Kontrollpflicht während der LoveParade. Auch fehlte in den
vorgelegten Unterlagen die Baugenehmigung, mit der die Stadt die reduzierten
Fluchtwege genehmigte.
Nach Ansicht von Sören Link diente dieses „Sauerland-Gutachten“
erkennbar lediglich einem Zweck: Den Oberbürgermeister als Auftraggeber
aus der politischen Schusslinie zu bringen und die Schuld auf andere
zu lenken. Sören Link zeigt sich darüber entsetzt: „Wer
erst Druck ausübt, damit die LoveParade in Duisburg stattfinden
kann, der muss sich schon fragen lassen, ob er im Genehmigungsverfahren
nicht zu weit gegangen ist und ob er während der Veranstaltung
ausreichend genau hingeschaut hat, um eventuelle Verstöße
gegen Auflagen zu ahnden“. Es werfe ein bezeichnendes Bild auf
den Oberbürgermeister, dass er dazu eben nicht bereit war.
Sören Link sieht den Duisburger Oberbürgermeister als „politisch
und moralisch“ untragbar an. Er habe der Stadt massiv geschadet.
Dabei bezieht sich der Parlamentarier nicht in erster Linie auf die
Vorgänge vor der LoveParade – diese würden nun staatsanwaltschaftlich
aufgeklärt und könnten erst danach umfassend bewertet werden.
Für ihn ist insbesondere Sauerlands Verhalten nach den tragischen
Vorfällen ein Skandal, der den Oberbürgermeister disqualifiziere:
„Erst waren die jungen Menschen selber schuld, später der
Veranstalter, anschließend versteckte sich Herr Sauerland hinter
den eigenen Mitarbeitern um letztlich der Polizei den „Schwarzen
Peter“ zuzuschieben. Wer sich so verhält, der hat die moralische
und politische Autorität verspielt, die das Amt des Oberbürgermeisters
in dieser schwierigen Zeit erfordert. Er hätte von sich aus zurücktreten
müssen bzw. ist seine baldige Abwahl notwendig und geboten“.
SPD-Fraktion einstimmig für vorgezogene Abwahl
Jürgen C. Brandt, Ratsherr
4. August 2010
Die stellv. Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion haben bestätigt,
dass ihre Fraktion einstimmig hinter der Abwahl von OB Sauerland steht.
„Dies ist“, so Jürgen Brandt, „eigentlich ein
trauriger Schritt, denn er muss den normalerweise selbstverständlichen
Rücktritt des Amtsinhabers ersetzen. Es wäre besser gewesen,
Herr Sauerland hätte selbst die Kraft zum Rücktritt gehabt.“
Für das Votum hatte die Fraktion auch ihre in Urlaub befindlichen
Mitglieder einbezogen.
Für die SPD ist klar, dass es dabei nicht um persönliche
Schuld geht. „Herr Sauerland steht in der politischen Verantwortung“,
sagt Herbert Eickmanns. „Auf unserer Stadt lastet ein wahnsinniger
Druck, der nur mit seinem Rücktritt oder eben seiner Abwahl von
uns genommen werden kann.“
Für Elke Patz ist unverständlich, warum es dazu kommen
muss. „Die Ratschläge von bundesweit bekannten und überaus
kultivierten Menschen aus allen Parteien waren zahlreich und deutlich.
Man kann nicht verstehen, warum diese Stadt jetzt so weitermachen
muss.“
Inzwischen gibt es von der CDU widersprüchliche Signale. Offiziell
heißt es, werde ein Abwahlantrag erst beurteilt, wenn er vorliege.
Gleichzeitig haben CDU-Mitglieder bereits erklärt, dass die CDU
dem in keinem Fall zustimmen werde.
Damit könnte der Fall eintreten, dass trotz massiven öffentlichen
Drucks nicht einmal der Bürgerentscheid zustande kommt. OB Sauerland
würde sich dem Abwahlverfahren durch die Bürger nach Hilfe
durch die CDU also erst gar nicht stellen müssen.
Veralberung der Bürger
Bärbel Bas MdB
02.08.2010
Zu der heutigen „Persönlichen Stellungnahme“ von
OB Sauerland erklärt die stellvertretende Vorsitzende der Duisburger
SPD, Bärbel Bas MdB:
Veralberung der Bürger - OB-Stellungnahme ist eine Verschleierungsaktion
Die heutige Stellungnahme des OB zeigt, dass er auch mehr als eine
Woche nach der Katastrophe nichts gelernt hat. Wer erwartet hatte,
dass sich Sauerland endlich auch zu seinen eigenen Fehlern bekennt,
sieht sich getäuscht. Stattdessen bittet er um Verzeihung für
Fehler „wenn er welche gemacht haben sollte“. Seine Aussage,
sich einem Abwahlverfahren zu stellen, ist absurd. Es bedarf nicht
seiner Erlaubnis oder Zustimmung, dieses Verfahren einzuleiten. Er
verschleiert damit, dass er dem Abwahlverfahren gar nicht ausweichen
kann und er sich diesem stellen muss. Jetzt werden die Bürger
auch noch veralbert.
Statt endlich mit seinem Abgang den führungslosen Zustand in
der Verwaltung zu beenden, klebt er weiter an seinem Stuhl, zum Schaden
der Stadt und ihrer Menschen.
Erklärung des geschäftsführenden Vorstands der SPD
02.08.2010
Aus Respekt vor den Toten und Hinterbliebenen hat sich die SPD Duisburg
bisher politische Zurückhaltung auferlegt und weder Vorwürfe
erhoben noch Forderungen gestellt. Leider hat der Oberbürgermeister
unserer Stadt diese Zeit nicht genutzt, um sein Amt niederzulegen
und damit die politische Verantwortung für die furchtbaren Geschehnisse
bei der Loveparade zu übernehmen.
Stattdessen wird der Schaden für unsere Stadt immer größer:
Mangelnde Einsicht des Oberbürgermeisters, Sprachlosigkeit und
hilflose Ablenkungsversuche schaden dem Ansehen unserer Stadt weiter.
Herr Sauerland hat die moralische und politische Autorität verloren,
die das Amt des Duisburger Oberbürgermeisters gerade in dieser
für unsere Stadt so schwierigen Zeit dringend benötigt.
Den Zeitpunkt, in Würde abzutreten, hat Herr Sauerland längst
verpasst. Es steht zu befürchten, dass er auch in den kommenden
Tagen und Wochen nicht die Kraft finden wird, die notwendige Konsequenz
zu ziehen und sein Amt niederzulegen. Die SPD Duisburg fordert den
Oberbürgermeister, Herrn Sauerland, deshalb auf:
„Leisten Sie unserer Stadt einen letzten Dienst und legen Sie
ihr Amt unverzüglich nieder.
Geben Sie den betroffenen Menschen damit das Gefühl, nicht völlig
ohnmächtig zu sein.
Ermöglichen Sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung,
wieder ihren Pflichten im Dienst der Menschen nachzukommen, statt
sich hinter ihnen zu verstecken.
Es ist unerträglich, wenn bei der Gedenkfeier für die Opfer
der Oberbürgermeister unserer Stadt nicht anwesend sein kann.
Die notwendige Aufklärungsarbeit liegt jetzt in den Händen
der Staatsanwaltschaft. Ihr Verbleib im Amt ist für diese Aufgabe
weder hilfreich noch notwendig, sondern eher hinderlich.“
Sollte der Oberbürgermeister auch weiterhin nicht bereit sein,
die politische Verantwortung zu übernehmen und aus dem Amt zu
scheiden, ist seine möglichst baldige Abwahl unabdingbar. Beratungen
dazu werden so bald wie möglich in den zuständigen Gremien
geführt.
Wir trauern um die Opfer bei der Loveparade 2010
Wir drücken den Familien, Angehörigen und Freunden der
Verstorbenen unser Beileid und unser tiefes Mitgefühl aus. Unsere
Anteilnahme gilt allen, die diesen unvorstellbaren Verlust erleben
mussten.
Den Verletzten wünschen wir eine schnelle Heilung. Allen Helfern
und Rettern gilt unser ausdrücklicher Dank.
Als Duisburger entschuldigen wir uns bei allen, die Leid in unserer
Stadt erfahren mussten.
Die SPD Duisburg
SPD trauert um die Toten der Loveparade
26.07.2010
Die Duisburger SPD trauert um die Toten auf der Loveparade. SPD-Chef
Ralf Jäger stellte sich mit dem stellv. Fraktionsvorsitzenden
im Rat, Jürgen Brandt und MdB Johannes Pflug an die Seite der
Trauernden. „Wir verharren in stillem Gedenken an die Verstorbenen
und sind in Gedanken voller Anteilnahme bei den Familien und Freunden.
Der Respekt gebietet, dass alles andere hinter dieser Andacht zurück
stehen muss. Unsere Sorge gilt den Verletzten, die sich noch in den
Krankenhäusern befinden.“
Mit Blick auf die Geschehnisse betont Ralf Jäger, dass man fassungslos
und bestürzt über das Geschehene sei. Man habe unvorstellbare
Bilder des Grauens gesehen. Ein großer Dank gelte den Rettungs-
und Sicherheitskräften, die alles Mögliche getan hätten,
um den Verletzten zu helfen.
Herbert Eickmanns und Elke Patz, beide stellv. Fraktionsvorsitzende,
forderten die lücken- und rücksichtslose Aufklärung
der Vorgänge und Verantwortlichkeiten. „Insbesondere die
Gerüchte um vermeintliche vorherige Warnungen wollen wir aufgeklärt
wissen.“ Beide betonen, dass sie kaum zu glauben vermögen,
dass solche Warnungen aus Sicherheitskreisen nicht beachtet worden
wären. „Für uns wäre das ein Skandal.“
SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Pflug, Mitglied des Polizeibeirates,
hat umgehend eine Sondersitzung des Duisburger Polizeibeirates beantragt.
Er will so zügig zur Aufklärung beitragen.Die SPD betont
besonders, dass es sich bis zum Zeitpunkt des Unglücks um eine
friedliche Veranstaltung gehandelt hat. Die jungen Menschen seien
in vielen Bereichen sehr diszipliniert gewesen. Auch nach dem Unglück
hätten viele Besucher den Rettungskräften geholfen.
Für die Sozialdemokraten ist klar, dass die Aufklärungsarbeiten
umfangreich sein werden. „Hektik wäre fehl am Platz, aber
es gibt keine Akzeptanz für monate- und jahrelange Untersuchungen.
Wesentliche Erkenntnisse müssen ohne Rücksichtnahme auf
Personen an das Tageslicht, wenn sie sichtbar werden. Dass sind wir
den Angehörigen, aber auch der Öffentlichkeit schuldig.“
Blumenthal (SPD): Kein Gymnasium wird geschlossen
Heiko Blumenthal, Ratsherr
-CDU fehlt schulpolitische Fachkenntnis-
23. Juli 2010
„Kein Duisburger Gymnasium wird geschlossen, die Eltern und
Schulen werden mitreden und die CDU-Fraktion zeigt, dass sie in Duisburg
keine schulpolitische Fachkenntnis mehr besitzt.“, so kommentiert
der SPD-Ratsherr Heiko Blumenthal, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion
die Attacken der CDU-Ratsfraktion gegen eine Verbesserung der Duisburger
Schullandschaft.
„Falls man untätig bleibt, so Blumenthal weiter, kommt
es automatisch zu einer Reihe von unkoordinierten Schulschließungen
aufgrund fehlender Anmeldezahlen. Wie schnell so etwas geht, haben
die Hauptschulschließungen auf Weisung der Bezirksregierung
deutlich gezeigt.
Selbst der Duisburger Schuldezernent Karl Janssen hat dies erkannt
und im Schulausschuss eine notwendige Reform in der Schulgesetzgebung
angemahnt.
Nach der Vorstellung der neuen rot-grünen Landesregierung sollen
zukünftig 30% der weiterführenden Schulen in Gemeinschaftsschulen
umgewandelt werden. Ob dann eine Realschule, eine Gesamtschule oder
auch ein Gymnasium vor Ort Gemeinschaftsschule wird oder nicht, muss
nach Einschätzung des SPD-Schulexperten Blumenthal der Schulträger,
also die Stadt Duisburg, in enger Abstimmung mit den betroffenen Schulen
entscheiden.
Dabei wird auch eine Rolle spielen, ob Schulen aufgrund fehlender
Schülerzahlen noch überlebensfähig sind. Untätigkeit
wie in den letzten fünf Jahren ist für die Duisburger SPD-Fraktion
jedenfalls keine Lösung.
Blumenthal: „Unser Modell führt zu mehr Chancengleichheit
und zu einer größeren Berücksichtigung des Elternwillens.
Wir wollen gemeinsam mit den Schulen und den Betroffenen entscheiden,
welcher Weg für sie der beste ist. In Duisburg wird es nach dem
heutigen Stand keine Schließung von Gymnasien in den nächsten
Jahren geben. Falls ein Gymnasium sich aber aus eigenem Willen zu
einer Gemeinschaftsschule verändern will, sollten wir dem aber
auch nicht im Weg stehen.“
Blumenthal fordert die CDU auf, sich sachkundig zu machen und sich
dann vernünftigen Wegen zum Wohle der Schüler nicht zu verschließen.
Er erinnert daran, dass man im Schulausschuss auch mit den Stimmen
der CDU den Schuldezernenten erst vor kurzem aufgefordert hat, einen
entsprechenden Duisburger Schulentwicklungsplan zu entwerfen.
„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“
Rainer Bischoff, MdL
23.07.2010
Diskussion zu den Thesen des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt
(KDA)
Arbeit müsse nachhaltig existenzsichernd sein und den Betroffenen
wirkliche Lebensperspektiven eröffnen. Dies betonte aus sozialethisch-christlicher
Sicht der Duisburger Industriepfarrer Jürgen Widera bei einer
Diskussionsveranstaltung zur Leiharbeit und zu prekären Arbeitsverhältnissen.
Hierzu konnte SPD Ratsherr und Presbyter Rainer Schütten überraschend
viele interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Rheinhauser
Erlöserkirchengemeinde begrüßen. Eingeladen hatten
der Arbeitskreis SPD und Kirchen/Niederrhein-NRW zusammen mit der
SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA).
Formen ungeregelter Leiharbeit verletzen Menschen- und Arbeitnehmerrechte
- darin bestand weitgehend Einigkeit. So verweisen die Thesen des
KDA zur Leiharbeit eingangs darauf, dass bereits in der Bibel Missstände
wie die Ausbeutung der Arbeitskraft von Menschen ohne eine angemessene
Entlohnung angeprangert würden. Gegenwärtig überall
sichtbare Fehlentwicklungen bei der Leiharbeit und die erhebliche
Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse bei vielfach fehlenden
Mindestlöhnen seien nicht akzeptabel. Der EU-Gleichheitsgrundsatz,
der gleichen Lohn für gleiche Arbeit verlange, müsse ohne
Ausnahmeregelung um- und durchgesetzt werden.
Tim Kurzbach, der Kölner Diözesanvorsitzende der Katholischen
Arbeitnehmerbewegung ergänzte, dass für die KAB Leiharbeit
nur unter strengen Vorgaben und Kriterien als Mittel zur Integration
in den ersten Arbeitsmarkt überhaupt hinnehmbar sei. Sie müsse
Ausnahme bleiben für notwendige Flexibilitätsanforderungen
in den Betrieben und mit Qualifizierungsmaßnahmen verbunden
werden. Als Instrument für Lohndumping und zur Spaltung von Belegschaften
sei sie entschieden abzulehnen. Es dürfe keine Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer „zweiter Klasse“ geben.
Ulrich Rieger, der den wegen einer Landtagssitzung verhinderten Duisburger
DGB-Vorsitzenden Rainer Bischoff vertrat, begrüßte die
deutliche Unterstützung von Initiativen des DGB gegen den Missbrauch
von Leiharbeit. Die kirchlichen Arbeitnehmerorganisationen seien für
den DGB als Einheitsgewerkschaft wichtige Partner. In Duisburg sei
Leiharbeit überproportional vertreten, die Übergangsquoten
aus der Leiharbeit in reguläre Beschäftigung jedoch seien
recht gering. Es sei nicht vertretbar, dass etwa 93 % der in der Leiharbeit
Beschäftigten dort oder in der Arbeitslosigkeit verblieben. Gegen
Tendenzen in Richtung auf befristete, unsichere und prekäre Beschäftigung
auf vielen Arbeitsmärkten durch Unterlaufen von Regelungen sei
gemeinsam gesellschaftlich wie politisch gegenzusteuern.
Norbert Fabian verwies als Moderator darauf, dass die SPD die erhobenen
Forderungen indessen weitgehend teile und das ‚Normalarbeitsverhältnis’
wieder stärken wolle. Kontrovers diskutiert wurde der Vorschlag,
die von dem KDA, der KAB und dem DGB vorgeschlagenen Maßnahmen
zur notwendigen Regulierung von Leiharbeit durch die Einführung
einer Höchstquote für in Betrieben zulässige Leiharbeit
(etwa 2-5%) zu ergänzen.
Bas verabschiedet ihre erste PPP-Stipendiatin
Bärbel Bas MdB
20.07.2010
Die Duisburger SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas hat heute
im Seehaus an der Wedau ihre allererste Stipendiatin für das
Parlamentarische Patenschaftsprogramm (PPP) in die USA verabschiedet:
Die 15-jährige Luisa Voßbeck wird ab dem 26. August das
St. Hildegardis-Gymnasium für ein Jahr hinter sich lassen und
bei einer Gastfamilie in den USA leben. Bärbel Bas und Luisa
trafen sich heute zum Erfahrungs- und Erwartungsaustausch mit ihrer
Vorgängerin Vivian Sper, die am 23. Juni zurückkehrt war.
Bärbel Bas sagte beim heutigen Treffen:
"Das PPP ist ein ganz spannendes Programm, weil junge Leute
wie Luisa einmalige Erfahrungen in einem fremden Land sammeln und
Weltoffenheit ganz praktisch lernen können.
Luisa hat mich vor allem bei meinem Hausbesuch überzeugt, weil
sie sympathisch, engagiert und aufgeschlossen ist. Das sind beste
Voraussetzungen für eine hervorragende Duisburger Botschafterin
in den USA.
Leider kann ich trotz vieler toller Bewerberinnen und Bewerber nur
einen PPP-Platz pro Jahr vergeben. Bei der Auswahl war mir vor allem
die soziale Frage wichtig, ob die Schüler meine Unterstützung
wirklich brauchen.
Luisa und ich haben natürlich E-Mail-Adressen ausgetauscht.
Ich bin schon sehr gespannt auf ihre Eindrücke und Entwicklungen."
Bei dieser Gelegenheit rief Bärbel Bas auch noch einmal zum
Mitmachen beim PPP 2011/2012 auf. Schüler und junge Berufstätige
können sich noch bis zum 3. September 2010 beim Deutschen Bundestag
für ein Austauschjahr in den USA bewerben, gleichzeitig werden
Gasteltern für junge Amerikaner in Duisburg gesucht. Informationen
und Bewerbungsunterlagen gibt's unter www.bundestag.de/ppp.
SPD begrüßt Mittelfreigabe für Vereine
Jürgen C. Brandt, Ratsherr
20.07.2010
Die SPD-Ratsfraktion begrüßt die Mittelfreigabe an die
Duisburger Vereine. Wie die NRZ gestern gemeldet hatte, dürfen
die städtischen Zuschüsse für das zweite Quartal jetzt
nach Freigabe durch die Bezirksregierung ausgezahlt werden. „Zwar
kommt die Freigabe spät“, so SPD-Fraktionsvize Jürgen
Brandt, „aber wir sind glücklich, dass das Geld jetzt rausgehen
kann.“
Die SPD verweist auf die schweren, aber zügigen Beratungen mit
Grünen und Linken im Duisburger Rat. „Wir haben extra darauf
geachtet, in nur zwei Monaten wirklich alle notwendigen Beschlüsse
zu fassen und nicht noch selber für Verzögerungen zu sorgen.
Die Duisburger Vereine haben nach der plötzlichen Auszahlungssperre
zum Ende letzten Jahres jede Unterstützung verdient.“
Die SPD hofft weiter, dass mit der Bewilligung durch die Bezirksregierung
auch ein Signal verbunden ist, dass das von sozialen Kahlschlägen
entschärfte Sparpaket ebenfalls Akzeptanz bei der Bezirksregierung
findet.
Brandt: „Es wäre ein gutes und hoffnungsvolles Zeichen,
wenn die Bemühungen, Sparpakete mit Rücksicht auf die sozial
Schwächeren zu gestalten, auch belohnt würden.“
Johannes Pflug glaubt an eine dauerhaft Regierung
Johannes Pflug, MdB
19.07.2010
Johannes Pflug, Bundestagsabgeordneter der SPD für Duisburg,
gratuliert Hannelore Kraft, Ralf Jäger, Angelica Schwall-Düren
und Zülfiye Kaykin zu ihrer Wahl und Ernennung.
"Hannelore Kraft ist es mit Kompetenz, Fleiß und Ausdauer
gelungen, zunächst die zerstrittene NRW SPD zu einen, den Schulterschluss
zu den Gewerkschaften wieder herzustellen und schließlich einen
erfolgreichen Wahlkampf für uns Sozialdemokraten zu führen.
Dabei ist sie vor allen Dingen auch die Hannelore Kraft aus der Ruhrgebietsstadt
Mülheim geblieben", so Pflug. Die schwierigen Mehrheitsverhältnisse
in NRW werden die Aufgaben nach der Einschätzung von Johannes
Pflug sehr erschweren, aber auch die Koalition der Minderheitenregierung
zusammenschweißen.
"Mit einem guten Kabinett, guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,
gutem koalitionärem Einvernehmen und Rückkopplung mit der
Partei wird es Kraft gelingen, die gesamte Legislaturperiode erfolgreiche
Politik für unser Land zu machen."
Seinem Nachfolger als Unterbezirksvorsitzender in Duisburg und neuem
Innenminister von NRW, Ralf Jäger, bescheinigt Pflug "dass
er ein kompetenter, fleißiger und verlässlicher Landespolitiker,
insbesondere aber auch eine starke und loyale Stütze für
unsere neue Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ist. Das neue
Amt wird Ralf Jäger viel abverlangen, insbesondere wenn man an
die Probleme der Gemeinden, an die Polizei und die NRW-Verwaltungsstrukturen
denkt."
Mit Zülfiye Kakin verbindet Johannes Pflug eine gute Freundschaft.
"Sie wird ihre Aufgaben als Staatssekretärin im NRW-Ministerium
für Arbeit, Soziales und Integration hervorragend meistern."
Johannes Pflug freut sich auch für Angelica Schwall-Düren,
seine ehemalige Bundestagsabgeordnetenkollegin, dass sie nun Landesministerin
für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien geworden ist. "Für
dieses Amt ist Hannelore Kraft eine Bestbesetzung gelungen,"
äußert sich Pflug überzeugt.
Ralf Jäger als Minister für Inneres und Kommunales
Ralf Jäger MdL
SPD Duisburg ist stolz auf Ralf Jäger
15.07.2010
„Wir sind sehr stolz, dass unser Parteivorsitzender Ralf Jäger
als Minister für Inneres und Kommunales der Landesregierung NRW
angehört“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende
der Duisburger SPD, Gisela Walsken, „und gratulieren herzlich
zu seiner Ernennung. Mit ihm bekommt NRW einen Innenminister, der
insbesondere auch die Interessen der Kommunen im Blick behalten und
dafür sorgen wird, dass die größte Finanznot der Städte
beendet wird.“ Gemeinsam mit Jürgen C. Brandt hatte Ralf
Jäger im vergangenen Jahr den „Stärkungspakt Kommunalfinanzen“
entwickelt, dessen Umsetzung jetzt auch Teil des rot-grünen Koalitionsvertrages
ist.
„Ralf Jäger hat als Duisburger Ratsmitglied, Landtagsabgeordneter
und Vorsitzender der Duisburger SPD seine politischen Qualitäten
bewiesen. Er ist ideenreich und durchsetzungsstark. Seine Ernennung
ist auch ein Gewinn für Duisburg.“
40 Jahre nach dem Ausscheiden von Fritz Holthoff als Kultusminister
gehört damit erstmals wieder ein Duisburger Bürger dem Landeskabinett
an.
Sören Link:
Sören Link MdL
Koalition aus Linken und CDU ist Gipfel der Unverfrorenheit
06.07.2010
Zur Aussage des Noch-Umweltministers Eckhard Uhlenberg (CDU), er
lasse sich auch von den Abgeordneten der Linkspartei zum Landtagspräsidenten
wählen, erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete für den
Duisburger Norden Sören Link:
„Die CDU hat über Jahre hinweg in Weltuntergangsszenarien
vor einer Koalition mit der ‚verfassungsfeindlichen‘ Linkspartei
gewarnt. Noch vor einigen Wochen hingen auch in Duisburg CDU Plakate
mit der Parole ‚NRW pass auf – Rot-Rot droht´. Nicht
einmal zwei Monate später paktiert die CDU dann selber mit den
Linken. Die CDU hat damit vollends die Glaubwürdigkeit verloren!“
„Zuerst müssen Zigtausende Euros ausgegeben werden, damit
die Abgeordneten von CDU und Linken nicht denselben Fahrstuhl im Landtag
benutzen – und jetzt verhandeln CDU und Linke ganz offen über
die gegenseitige Unterstützung bei der Wahl des Präsidiums
und der Ausschussbesetzung“ wundert sich Sören Link. Die
CDU-Landtagsfraktion hatte sich nach der Wahl geweigert, mit den Abgeordneten
der Linkspartei auf einer Etage untergebracht zu werden. Damit CDU
und Linke jeweils eigene Etagen bekommen konnten, musste die gesamte
Landtagsverwaltung unter erheblichen Kosten in einen anderen Gebäudetrakt
umziehen.
Besonders scheinheilig seien die merkwürdigen Geschäfte
zwischen Christdemokraten und Linken aber vor allem vor dem Hintergrund,
dass die CDU der sozialdemokratischen Spitzenkandidatin Hannelore
Kraft in den letzten zwei Wochen immer wieder vorgeworfen habe, sie
wolle sich mit den Stimmen der Linken zur Ministerpräsidentin
wählen lassen. „Nun will ausgerechnet CDU Minister Uhlenberg
mit den Stimmen der Linken zum Landtagspräsidenten gewählt
werden“ so Sören Link: "Das nenne ich Doppelmoral"!
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